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S-LINK Haltestelle am Mirabellplatz setzt Maßstäbe für die Zukunft

Siegerprojekt der Architekten dunkelschwarz ZT OG wurde von hochkarätig besetzter Jury einstimmig bestgereiht

 

Salzburg, 27. September 2021. Während die technischen und juristischen Vorbereitungen und Planungen für das Projekt S-LINK auf Hochtouren laufen, wurde eine wesentliche Entscheidung hinsichtlich des Erscheinungsbildes der neuen S-Bahn durch Salzburg getroffen. „In einem mehrstufigen anonymen Wettbewerbsverfahren wurde das Projekt des Architekturbüros dunkelschwarz ZT OG einstimmig als bester Entwurf für die Gestaltung der Haltstelle Mirabellplatz ausgewählt. Abgesehen von der gestalterischen Umsetzung waren besonders die durchdachten Wegführungen für Fußgänger und auch Radfahrer sowie die Rücksichtnahme auf mögliche Erweiterungen herausragend. Es war ein Vergnügen und auch außerordentlich spannend, Teil dieses Auswahlverfahrens für die ober- und unterirdische Station des zukünftigen Knotenpunkts zu sein. Wir sind als Projektgesellschaft mit diesem Ergebnis sehr zufrieden“, sagt Geschäftsführer Stefan Knittel.

Stadt und Land sind glücklich über qualitätsvolle Vorschläge
„Ich bin wirklich glücklich darüber, dass nun ein Vorschlag auf dem Tisch liegt, der eine für das Stadtbild positive, freundliche, ansprechende und architektonisch einmalige Ausführung der Haltestelle des S-LINK sicherstellt. Wir befinden uns hier an einem der wichtigsten und bekanntesten Plätze der Stadt, der eine sensible und qualitätsvolle Behandlung unabdingbar braucht. Der Mirabellplatz ist nicht nur ein geschichtsträchtiger öffentlicher Raum, sondern ein Ort, der für die Abhaltung von Märkten und Veranstaltungen gebraucht und genutzt wird. All diesen Anforderungen werden wir gerecht. Und auch der Baumbestand an Rosskastanien entlang der Mauer zum Mirabellgarten bleibt natürlich erhalten und wird in das vorliegende Konzept integriert“, sagt Bürgermeister Harry Preuner.

Für Landesrat Stefan Schnöll ist das neue Design der Haltestelle am Mirabellplatz „ein starkes Zeichen dafür, dass wir mit Nachdruck und voller Energie an der Umsetzung des S-LINK arbeiten und dabei Qualität und Funktionalität in den Mittelpunkt stellen. Natürlich ist das Design der ersten Haltestelle am Mirabellplatz gleichzeitig auch das `role model´ für weitere Haltestellen, die im Lauf der Umsetzung der Gesamtstrecke folgen werden. Insofern werden hier durchaus Maßstäbe für die Zukunft im Öffentlichen Verkehr in Salzburg gesetzt“.

Das Siegerprojekt
In den Einreichunterlagen des Siegerprojektes wird unter anderem ausgeführt: „Die Bedeutung des Mirabellplatzes als Verkehrsknotenpunkt für den öffentlichen Verkehr ist zusehends gewachsen und wird mit dem nun geplanten Projekt der Regionalstadtbahn einen weiteren großen Entwicklungsschritt nehmen. Die Funktionalisierung als Verkehrsplatz ist unweigerlich Bestandteil der Entwicklung einer zeitgemäßen Stadt. Dennoch bietet sich nun die einmalige Chance, den Charakter des historischen Platzes nicht überwiegend als Verkehrsknotenpunkt („Busbahnhof“) zu verstehen, sondern trotz vielfältiger struktureller Verbindlichkeiten einen hochwertigen urbanen Stadtraum zu schaffen, der Aufenthaltsqualitäten bietet und weit mehr ist als ein Durchgangsort für Passanten!“

„Die Überdachungen der Bushaltestellen werden als zarte Dachelemente mit schmalem Randabschluss und leicht dynamisch geformter Untersicht ausgeführt, um weniger als raumbildende Bauwerke, sondern mehr als schwebende Figuren aus schimmerndem Metall wahrgenommen zu werden. Sie verändern das Aussehen mit Tageszeit und Wetter, verschmelzen mit der Umgebung und geben den Blick über den gesamten Mirabellplatz frei. Ein langes Band aus Glasbausteinen im Platzbelag leitet zu den Abgängen und bringt Tageslicht in die zweigeschoßige Bahnhofshalle, Sonnenflecken assoziieren eine visuelle Verbindung unterirdisch zum Außenraum. Über der Bahnsteigebene erstreckt sich in Längsrichtung eine Fußgängerebene mit Shops, Infostand und Ticketing und verbindet alle Auf-und Abgänge miteinander. An der gegenüberliegenden Seite befindet sich eine zweigeschossige Spritzbetonwand, welche die konstruktiven Themen des Tiefbaues erlebbar macht und durch das einfallende Tageslicht die gesamte Bahnhofshalle indirekt beleuchtet“, erläutern die Architekten Steiner, Sampl und Höcketstaller von dunkelschwarz.

Juryvorsitzender DI Stefan Marte (marte-marte.com) begründet die Entscheidung der Jury wie folgt: „Das Siegerprojekt findet mit seiner kraftvollen und doch sehr zurückhaltenden Formensprache eine überzeugende Antwort auf die sensible stadträumliche Situation am Mirabellplatz. Die funktionalen Anforderungen des S-LINK-Projektes werden in allen Ebenen, mit übersichtlichen Raumstrukturen und klaren Wegführungen, bestmöglich umgesetzt. Mit diesem Projekt ist dem Architekturbüro ‚dunkelschwarz‘ ein stimmiges Gesamtwerk mit identitätsstiftender Wirkung gelungen, welches für das S-LINK-Projekt wie auch die Stadt Salzburg zukunftsweisend sein wird.“

Zum Ablauf des Wettbewerbs
Bis Ende Mai 2021 konnte mit Referenzprojekten zum Wettbewerb eingereicht werden. Anschließend erfolgte bis Mitte Juni eine erste Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Diese wurden dann eingeladen, ihre Wettbewerbsarbeiten bis zum 26. August 2021 abzugeben.

Die Jury
Eine Expertenjury hat die Entwürfe für die erste Station des S-LINK hinsichtlich städtebaulicher, architektonischer und funktionaler Qualität bewertet und in einem mehrstufigen anonymen Verfahren letztlich eine einstimmige Entscheidung getroffen. Die Jury setzte sich aus folgenden Expertinnen und Experten zusammen:

  • DI Stefan Marte, nominiert durch die Ausloberin, Vorsitzender
  • DI Peter Haimerl, nominiert durch den Gestaltungsbeirat (stv. Vorsitzender)
  • DI Christoph Gärtner
  • DI Thomas Spiegel, BMK, Abteilungsleiter
  • KommR Mag. Monika Unterholzner, Wiener Lokalbahnen
  • DI Stefan Knittel MBA, Geschäftsführer Ausloberin, Schriftführer
  • DI Philipp Weis, Vertreter Land Salzburg
  • DI Franz Schober, Vertreter Stadtgemeinde Salzburg
  • Daniela Kinz, Vertreter Salzburg AG

Informationsveranstaltung im Spätherbst
Nachdem mit Anfang 2022 die Einreichung der Unterlagen bei den Behörden und die Durchführung der UVP geplant sind, soll im Spätherbst 2021 eine erste Informationsveranstaltung betreffend die Strecke vom Lokalbahnhof bis zum Mirabellplatz stattfinden. Anrainer und Interessierte sind herzlich eingeladen, sich vor Ort zum aktuellen Planungsfortschritt zu informieren und auszutauschen. Der konkrete Termin und der Veranstaltungsort werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Bilder zum Thema (1)

Copyright: S-LINK/dunkelschwarz ZT OG

Bilder zum Thema (2)

S-LINK Station Mirabellplatz, Entwurf des Architektenbüros dunkelschwarz ZT OG

Copyright: S-LINK/dunkelschwarz ZT OG

Bilder zum Thema (3)

S-LINK Station Mirabellplatz, Entwurf des Architektenbüros dunkelschwarz ZT OG

Copyright: S-LINK/dunkelschwarz ZT OG

Bilder zum Thema (4)

Im Bild (v.l.n.r): S-LINK Geschäftsführer Stefan Knittel, LR Stefan Schnöll, Bürgermeister Harald Preuner sowie Erhard Steiner, Hannes Sampl und Michael Höcketstaller (Siegerprojekt; Architekten dunkelschwarz ZT OG aus Salzburg)

Im Bild (v.l.n.r): S-LINK Geschäftsführer Stefan Knittel, LR Stefan Schnöll, Bürgermeister Harald Preuner sowie Erhard Steiner, Hannes Sampl und Michael Höcketstaller (Siegerprojekt; Architekten dunkelschwarz ZT OG aus Salzburg). Copyright: S-LINK

Zum S-LINK:
Der S-LINK wird die Stadt Salzburg mit dem Umland im Norden und im Süden bis Hallein verbinden. Er ist ein Schlüsselprojekt zum Ausbau und zur Verbesserung des Öffentlichen Verkehrs im Salzburger Zentralraum. Im Auftrag von Stadt, Land und Salzburg AG wird der S-LINK in mehreren Abschnitten geplant und umgesetzt.

Pressekontakt
Mag. Thomas Kerschbaum
E-Mail: presse@s-link.at
Tel.: +43 (0)662 643579-00

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