Bauarbeiter bei Baugrunderkundungen zwischen Mirabellplatz und Mozartsteg.
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S-LINK: Tunnel in Betriebsphase bester Lärmschutz – Umfangreiche Schutzmaßnahmen während Bauphase

Der Schutz der Anrainerinnen und Anrainer während der Bauphase der Lokalbahnerweiterung hat hohe Priorität. Um Belastungen so gering wie möglich zu halten, wurden umfangreiche Schutzmaßnahmen vorbereitet. Vorrangig werden nachts für die Ruhe der Anwohnerinnen und Anwohner in der Regel keine Bauarbeiten stattfinden. Zudem werden nach Erhebungen individuelle Maßnahmen zur Reduktion von Lärm gesetzt.

Salzburg, 27.09.2023. Seit Mitte September liegen alle von der Projektgesellschaft zur Umweltverträglichkeitsprüfung eingereichten Pläne und Dokumente öffentlich zur Einsicht beim Bürgerservice der Stadt Salzburg im Schloss Mirabell auf. Darin enthalten sind auch alle Unterlagen über die geplanten und vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen für Anrainerinnen und Anrainer während der rund dreijährigen Bauphase. Um die Belastungen so gering wie möglich zu halten, wurden die Regelarbeitszeiten auf der Baustelle unter der Woche von 06:00 bis 19:00 Uhr beantragt. Von 06:00 bis 07:00 Uhr, 12:00 bis 13:00 Uhr und 18:00 bis 19:00 Uhr werden lärmintensive Tätigkeiten generell vermieden.

Individueller Maßnahmenkatalog

Die Berechnungen für die Lautstärke der Bauarbeiten wurden sehr konservativ durchgeführt. Das bedeutet, dass die lautesten theoretisch möglichen Geräusche als Grundlage für Schutzmaßnahmen dienen. Damit könnte es laut Berechnungen vereinzelt bei alten Fenstern mit geringer Schallschutzwirkung zu kurzfristigen Überschreitungen der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte kommen. Für diese Fälle wurde ein Maßnahmenkatalog erarbeitet, der von schallschutztechnischen Maßnahmen bis hin zum Angebot von Ruheräumen abseits der Baustelle reicht. In den nächsten Wochen werden hierzu von Fachleuchten individuelle Erhebungen der Gebäude entlang des Bauvorhabens vom Lokalbahnhof bis Mirabellplatz stattfinden.

Spezialfall Unterquerung der ÖBB-Strecke

Auf zirka 80 Metern der Strecke muss aus sicherheitstechnischen und bauablaufbedingten Gesichtspunkten die Vortriebsarbeit im Schichtbetrieb unter der Oberfläche rund um die Uhr durchgeführt werden. Die Dauer der notwendigen Arbeiten im Bereich der Unterquerung der ÖBB-Gleise beträgt in diesem Bereich rund drei Monate. Die An- und Ablieferung von Materialien wird dabei aber dennoch in der Regelarbeitszeit am Tag stattfinden.

Tunnel in Betriebsphase bester Lärmschutz

Der neue Lokalbahntunnel im Bereich der Innenstadt ist auch der beste Lärmschutz für die Anrainerinnen und Anrainer. Beim geplanten dichten Zugverkehr in kurzen Takten wird damit keine Belastung entstehen. Zudem steht die Oberfläche für eine positive Stadtentwicklung mit mehr Lebensraum zur Verfügung. Das erste Vorhaben des S-LINK vom Hauptbahnhof zum Mirabellplatz sorgt nach der Inbetriebnahme bereits für eine starke Entlastung. Pro Werktag werden 40.000 KFZ-Kilometer eingespart. Insgesamt ergibt sich damit pro Jahr eine Einsparung von ca. 9 bis 13 Millionen KFZ-Kilometern.

Darstellung der S-LINK Haltestelle am Mirabellplatz.
Der Entwurf der S-LINK Station Mirabellplatz stammt vom Architektenbüro dunkelschwarz ZT OG
Servicetermine für direkte Anrainerinnen und Anrainer

Direkten Anrainerinnen und Anrainern des Bauvorhabens bietet die Projektgesellschaft am 04.10. und 18.10. eigene Servicetermine an. Dabei können in persönlichen Gesprächen Details besprochen werden. Die Einladungen dazu wurden per Post versandt – die ersten Anmeldungen sind bereits eingelangt. Terminvereinbarungen online unter www.s-link.at/termine oder telefonisch unter 0662 8042 4073.

Über den S-LINK
Der S-LINK wird die Stadt Salzburg mit dem Umland im Norden und im Süden bis Hallein verbinden. Er schenkt Salzburgs Bürgerinnen und Bürgern wertvolle Zeit, die sie nicht im täglichen Stau verbringen müssen. Und er verbessert die Lebensqualität in der Stadt auf allen Achsen. Der S-LINK wird damit zum Schlüsselprojekt des öffentlichen Verkehrs im Salzburger Zentralraum. Umgesetzt von Stadt, Land und Salzburg AG wird das Projekt S-LINK Salzburg in ein neues Mobilitätszeitalter begleiten.

Pressekontakt
Mag. Robert Mosser
E-Mail: robert.mosser@s-link.at
Tel.: +43 664 41 30 556

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